Die Architekten (Gebäude)

Die Architektengesetze der Länder definieren die Berufsaufgabe des Architekten in kleinen Abweichungen wie folgt:

Berufsaufgabe des Architekten und der Architektin ist die

  • gestaltende,
  • technische und
  • wirtschaftliche Planung

von Bauwerken.
Aber auch ökologische und soziale Aspekte sind mit einzubeziehen. Hinzu kommen

  • die Beratung und Betreuung des Auftraggebers in den mit der Planung und Ausführung eines Bauvorhabens zusammenhängenden Fragen,
  • die koordinierende Lenkung der Planung und Ausführung,
  • die Rationalisierung von Planung und Ausführung.

Die Architekten-Richtlinie der Europäischen Union vom 10. Juni 1985 spricht im Rahmen der gegenseitigen Anerkennung Aufgaben des Architekten an:

„Die architektonische Gestaltung, die Qualität der Bauwerke, ihre harmonische Einpassung in die Umgebung, die Achtung vor der natürlichen und städtischen Landschaft sowie vor dem kollektiven und dem privaten Erbe sind von öffentlichem Interesse, daher muß sich die gegenseitige Anerkennung …, … auf qualitative und quantitative Kriterien stützen, die gewährleisten, dass die Inhaber (Architekten) …. in der Lage sind, die Bedürfnisse der Einzelpersonen, der sozialen Gruppen und Gemeinwesen im Bereich der Raumordnung, der Konzeption, der Vorbereitung und Verwirklichung von Bauwerken, der Erhaltung und Herausstellung des architektonischen Erbes sowie des Schutzes der natürliches Gleichgewichte zu verstehen und ihnen Ausdruck zu verleihen.“

Was heißt das für den Bauherren und Auftraggeber? Welche Merkmale sind also dem Beruf Architekt zuzuordnen? Was ist ein Architekt bzw. Architektin?

Der Architekt ist also nicht nur Entwerfer oder gar Künstler, sondern viel mehr. Er ist

  • Treuhänder des Auftraggebers,
  • Hauptverantwortlicher am Bau,
  • Koordinator im Prozeß einer „integrativen Planung“, d.h. er koordiniert alle am Bau beteiligten Fachdisziplinen, z.B. Statik, Gebäudetechnik und Bauphysik,
  • Gestalter der gebauten Umgebung
  • ist Garant für
    kontrollierte Qualität am Bau
    technische Perfektion
    Schadensfreiheit
    Wirtschaftlichkeit
    Kostensicherheit
    Terminsicherheit

In Deutschland gibt es über 97.000 Architekten und Architektinnen, davon die Hälfte als freischaffende Architekten, die als Fachleute bei der Planung und Realisierung nicht nur von Neubauten, sondern auch in Arbeitsfeldern wie z.B. Sanierungen und Umbauten von bestehenden Gebäuden, Denkmalpflege, Projektsteuerung oder Facility Management, der Betreuung des Gebäudes während des gesamten Lebens- und Nutzungszyklus, Erstellung von Schadens- und Wertgutachten tätig sind. Dabei arbeiten Sie häufig mit Fachkollegen wie Innenarchitekten, Garten- und Landschaftsarchitekten oder Stadtplanern zusammen, um den bestmöglichen Beitrag zur gebauten Umgebung zu leisten.

Quelle: Bundesarchitektenkammer. Den Link findet ihr hier: Berufsbild „Architektur“ (BAK)