Berufsbild – Tätigkeitsfelder

Stadtplanerinnen und Stadtplaner finden ihre Aufgaben auf vielen Ebenen in Behörden des Bundes, der Länder und Kommunen oder in freien Planungsbüros. Sie sind für öffentliche und private Auftraggeber tätig. Eine wesentliche Berufsaufgabe ist die Erarbeitung städtebaulicher Pläne. Räumlich-gestalterische Fähigkeiten sind eine wichtige Voraussetzung für die Ausübung des Planerberufes. Stadtplanerinnen und Stadtplaner müssen in der Lage sein, städtebauliche Ziele mit ihren Auswirkungen formal und inhaltlich eindeutig und für Fachkreise und Öffentlichkeit verständlich darzustellen. Für den Ausgleich unterschiedlichster Interessen ist eine hohe soziale Kompetenz unabdingbar.

Die Stadtplanung stützt sich weitgehend auf rechtliche Grundlagen, insbesondere auf das Bau- und Planungsrecht. In der so genannten formellen Planung ist sei den gesetzlichen Vorgaben zwingend verpflichtet und schafft Rechtssicherheit. Die so genannte informelle Planung weist unterschiedliche, rechtlich nicht vorgeschriebene Planinhalte auf. Mit der Gestaltungsplanung nehmen insbesondere die auf architektonischer Grundlage ausgebildeten Stadtplaner ein wichtiges Arbeitsfeld im Rahmen der informellen kommunalen Planung wahr.

In der Stadtforschung übernehmen Stadtplanerinnen und Stadtplaner Aufgaben an Universitäten und Hochschulen oder erarbeiten stadtplanerische und städtebauliche Fachbeiträge. Ein weiteres Arbeitsfeld ist die Beratung von Kommunen und Bürgern in stadtplanerischen und stadtgestalterischen Fragen. Im Rahmen der Projektsteuerung bereiten Stadtplaner Beteiligungsverfahren vor, moderieren und organisieren. Prozessgestaltung und –management gewinnen in der Stadtplanung an Bedeutung, ebenso die Projektentwicklung sowie die Aufstellung vorhabenbezogener Bebauungspläne im Auftrag privater Investoren.

Quelle: Bundesarchitektenkammer, Ausschnitt. Den gesamten Text findet ihr unter folgendem Link: Berufsbild „Stadtplanung“ (BAK)